Das Zusammenspiel der Blaulichtorganisationen ist im Ernstfall ein entscheidender Faktor, um Menschenleben zu retten. Daher sind gemeinsame Übungen von Feuerwehr und Roten Kreuz unerlässlich.
Am Samstag, den 25. Oktober wurde unsere Wehr sowie das Rote Kreuz, Dienststelle Kopfing im Innkreis von der Freiwilligen Feuerwehr Kopfing zu einem Verkehrsunfall mit drei eingeklemmten Personen nach Kopfingerdorf, nähe dem Bauhof, alarmiert.
Mit dem Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000 und dem Kleinlöschfahrzeug Logistik KLFA-L rückten die Engertsberger Florianis zum Übungsort aus.
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kopfing hatten bereits mit der Absicherung der beiden Fahrzeuge begonnen sowie die Rettung der eingeklemmten Personen aus einem Fahrzeug vorbereitet. HBI Michael Zahlberger, Gruppenkommandant vom Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000, erhielt von Einsatzleiter BR Hermann Jobst den Auftrag, die Rettung der eingeklemmten und nicht mehr ansprechbaren Person aus dem zweiten Fahrzeug vorzunehmen.
Die Mannschaft des Kleinlöschfahrzeug Logistik KLFA-L übernahm die Absicherung der Einsatzstelle bzw. unterstützte sie die Kameradinnen und Kameraden vom Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000 bei der Vorbereitung der Personenrettung. Nachdem der PKW gegen das Abrollen gesichert und mit Pölzmaterial stabilisiert wurde, konnte die Personenrettung mit dem hydraulischen Rettungsgerät – per Spreitzer und Schere – erfolgen. Für den Schutz der Einsatzkräfte wurde ein sogenannter zweifacher Brandschutz – bestehend aus einem Feuerlöscher und der Hochdruck-Schnellangriffseinheit des Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000 – aufgebaut.
Eine Besonderheit dieser Herbstübung war, dass zwei „Schaulustige“ die Arbeit der Einsatzkräfte fiktiv immer wieder behindern sollten, vor allem durch Fotografieren. In den ländlichen Gegenden hält sich dies glücklicherweise bei den Ernstfällen noch in Grenzen.
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kopfing hatten parallel ebenfalls beide eingeklemmten Personen aus dem Fahrzeug gerettet, jedoch war damit die Übung noch nicht beendet. Ein Gemeindebediensteter meldete einen weiteren Unfall bei der nur unweit entfernten Kläranlage, wo eine Person in einen Schacht gefallen ist.
Bei der Lageerkundung durch den Gruppenkommandanten des Rüstlöschfahrzeug RLF-A 2000 stellte sich heraus, dass die Person in einen etwa drei Meter tiefen Schacht gefallen und bewusstlos war.
Da ein „Freimessen“ mit einem Gasmessgerät der Kläranlage nicht möglich sei, hieß es für zwei Engertsberger Florianis sich rasch mit dem Atemschutz auszurüsten. Währenddessen wurde mit der Steckleiter und einer Umlenkrolle ein einfacher Flaschenzug zum Retten des Verletzten vorbereitet, das anschließend rasch von statten ging.
Im Feuerwehrhaus Kopfing erfolgte – auch wetterbedingt – eine kurze Nachbesprechung über die gesammelten Erfahrungen aller beteiligten Einsatzorganisationen, ehe die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt wurde.
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals recht herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Kopfing, allen voran bei den beiden Übungsverantwortlichen OBI d.F. Martin Jobst und OBM d.F. Daniel Max für diese sehr interessante und abwechslungsreiche Herbstübung bedanken.
Ein Dank gilt aber auch dem Roten Kreuz, Dienststelle Kopfing im Innkreis fĂĽr die sehr gute Zusammenarbeit bei dieser Ăśbung. |